Katharina in Island

10 Monate auf der größten Vulkaninsel der Welt

Meine  Zeit als Freiwillige habe ich in Akureyri, einer kleinen wunderschönen Stadt mit etwa 7.000 Einwohnern, im Norden Islands verbracht. Neben der Arbeit in einem städtischen Kindergarten, war ich auch in einer lutherischen Gemeinde tätig. Gemeinsam mit einer Freiwilligen aus Deutschland einem Isländer und seinem Hund bewohnte ich ein Einfamilienhaus.

Im Kindergarten war ich die meiste Zeit in einer Gruppe von 3-6-jährigen tätig. Isländisch habe ich in einem Sprachkurs und vorallem im Kindergartenalltag erlernt, obwohl die Kinder Anfangs oft der Meinung waren ich würde russisch sprechen oder mir wiederum lange isländische Geschichten erzählten. Im Rahmen einer Themawoche des Kindergartens, konnte ich sogar einen „Österreich-Tag“ gestalten. Von diesem Tag wurden Bilder, gemeinsam mit einem Artikel über die Themawoche, in einer Lokalzeitung veröffentlicht. Das Kindergartenteam selbst und die Leiterin, halfen mir immer bei Sprachschwierigkeiten oder anderen Problemen. Ich konnte auch an den Aktivitäten nach der Arbeitszeit, die das Team veranstaltete, teilnehmen!

In der Gemeinde, hatte ich das Glück, den Diakon als meinen Chef gehabt zuhaben. Er spricht fliessend deutsch sowie seine Familie, bei der wir als Freiwillige immer willkommen waren. Meine Aufgaben lagen in der Arbeit mit den Konfirmanten, Jungscharkindern und Teilnehmer des Jugend- und Kinderchors. Ich war oft mit verschiedenen Gruppen auf Ausflügen und Wochenendcamps unterwegs und konnte so durch meine Arbeit im Projekt viel vom wunderschönen Island sehen. Selbst sang ich auch in einem isländischen Chor, der auch kleine Tournees in andere Dörfern unternahm.

Das On-Arrival-Camp und das Midtermcamp wurden von einer isländischen Austauschorganisation gestaltet. Es war eine spannende Erfahrung, Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern kennenzulernen. Die Camps und die auch die Zeit in meinem Projekt, haben mich oft zur Selbstreflexion gegenüber meinen eigenen Einstellungen zu anderen Kulturen und Gesellschaften angeregt.

Kleines Land – viele Bekannte

Wenn ich versuche, etwas genaueres über Land und Leute zu berichten, fällt mir dies sehr schwer, da ich wirklich viele Eindrücke gesammelt habe. Die wunderschöne Landschaft, die Dunkelheit im Winter und die Helligkeit im Sommer, die Kälte, Nordlichter, die Sprache, das Reisen, die spannenden Essgewohnheiten (Lammkopf, Lammleber, Lammhoden,… ? ) sind nur einige von vielen. Da ich aus Wien komme, war es für mich oft sehr unterhaltsam, selbst noch in abgelegeneren Orten, Leute zu treffen die man kennt oder schon einmal getroffen hat. Oder das Gefuehl wenn man ein Kaffee betritt, dass man die Hälfte der Kaffeehausbesucher kennt. In ganz Island gibt es, meiner Meinung nach, dieses Gefühl des Zusammenhalts und der Zusammengehörigkeit. Dies lässt sich auch leicht an dem hohen Nationalstolz der Isländer erkennen. Der sich aber aus meiner Sicht nicht negativ auswirkt. Gerade in der Zeit der Krise, die Island sehr mitgenommen hat, bemerkt man verstärkt diesen Zusammenhalt. Leider fühlen sich Isländer oftmals als “exlusive” Gesellschaft. In der Hauptstadt und in Freundeskreisen bekommt man das als “Fremde” oft sehr stark zu spüren! Dennoch kann ich fast nur von höflichen, freundlichen und aufgeschlossenen Menschen berichten, denen ich begegnet bin!

Ich weiß, dass mir diese Zeit im Ausland wirklich viel geschenkt hat, und kann nur jedem empfehlen die Möglichkeit eines Freiwilligendienstes in Anspruch zu nehmen!

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